Imperii Magni Mogolis sive Indici Padschach ...

George Matthäus Seutter (*1678 - 1757)
Altkolorierte Landkarte von Indien. Gedruckt bei G. M. Seutter um 1730 in Augsburg.

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Artikel-Nr. 13005

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Beschreibung

Diese beeindruckende Karte von Matthäus Seutter stellt das Mogulreich auf dem Höhepunkt seiner territorialen Ausdehnung dar und zeigt eine ambitionierte europäische Sichtweise auf Süd- und Zentralasien im 18. Jahrhundert. Die Karte reicht von Persien und Afghanistan im Westen bis zu den Grenzen von Burma und Siam im Osten und erfasst zentrale Teile Nord- und Zentralindiens, einschließlich des Himalaya-Gebiets und des Gangesdeltas. Die südliche Spitze des Subkontinents fehlt, doch der Fokus liegt klar auf den wichtigsten Machtzentren und Handelsgebieten des Indo-persischen Mogulreichs.

Geografisch verbindet die Karte zuverlässiges Wissen über Städte, Flüsse und Gebirge mit spekulativen Elementen, wie dem mythischen See von Chiamay (Lac Chiamay), der lange als Quelle bedeutender südostasiatischer Flüsse wie Irrawaddy und Chao Phraya galt. Wichtige Städte sind deutlich markiert, darunter Deli, Agra, Lahor, Goa, Pegu, Cabul und Kandahar, ebenso wie bedeutende Flusssysteme wie der Ganges (Ganga), Brahmaputra und Indus. Die größte Detailfülle liegt in den Regionen um Surat und Cambay (Gujarat), Agra, Delhi, Punjab und Afghanistan.

Die Karte ist farbig nach Regionen koloriert und reich dekoriert: Zwei allegorische Kartuschen rahmen Titel und Maßstab. Die untere linke Kartusche zeigt Neptun auf einem Dreigespann, Merkur mit Flügeln, Fama, Personifikationen der Kontinente und Symbole globalen Handels wie Elfenbein, Perlen, Gewürze und Edelmetalle. Im oberen linken Bereich befindet sich die Maßstabsangabe, umgeben von Putten, exotischen Vögeln, Affen, Münzen, Elfenbein und Perlen. In der Bucht von Bengalen ist ein prächtig gezeichneter europäischer Karack mit Segeln, Fässern und Ruderbooten dargestellt, ein Hinweis auf maritime Handelsaktivitäten und koloniale Ambitionen.

Die Karte vermittelt damit nicht nur geografische Informationen, sondern auch den Reichtum, die Handelsmacht und die kulturelle Bedeutung Asiens im Europa des 18. Jahrhunderts. Sie ist ein herausragendes Beispiel für die Kombination von Kartografie, Kunst und kommerzieller Symbolik in den Atlanten der damaligen Zeit.

Details

KartographGeorge Matthäus Seutter
TitelImperii Magni Mogolis sive Indici Padschach ...
Verlag, JahrG. M. Seutter, Augsburg, um 1730
Bildgröße50.0 x 57.0 cm
Blattgröße52.0 x 64.0 cm
ReferenzGole, S.: India Within the Ganges, 60:1.1

Erhaltung

Im oberen Rand leicht wasserfleckig, links oben Quetschfalte. Sehr gute Erhaltung.

Kartograph

Georg Matthäus Seutter, deutscher Verleger, Kartograph und Kupferstecher aus Augsburg, wurde 1678 als Sohn eines Goldschmieds geboren. Nach einer Lehre bei J. B. Homann in Nürnberg kehrte er in seine Heimatstadt Augsburg zurück und arbeitete zunächst im Verlag des Jeremias Wolf. 1707 gründete er seinen eigenen erfolgreichen Verlag und publizierte neben Landkarten und Atlanten auch Globen. Seutter starb im Jahre 1757. Der Verlag ging nach Seutters Tod im Jahre 1757 an dessen Sohn Albrecht Carl, sowie seinen Schwiegersöhnen G. B. Probst und T. C. Lotter, wobei letzterer als sein eigentlicher Nachfolger zu betrachten ist. Nach C. Sandler erschienen folgende Atlanten im Verlag Seutters:


- Atlas Geographicus oder Accurate Vorstellung der Ganzen Welt, 1725
- Atlas Compendiosus oder die ganze Welt in den nothwendigsten Geographischen Charten
- Atlas Compendiosus Scholasticus
- Atlas Novus Indicubus Instructus, 1728
- Grosser Atlas, 1734
- Atlas Minor, 1744

Neben den Atlanten produzierte Seutter in der Anfangszeit des Verlages um 1710 ein Paar 20 cm Tischgloben.

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George Matthäus Seutter: Imperii Magni Mogolis sive Indici Padschach ....
Altkolorierte Landkarte von Indien. Gedruckt bei G. M. Seutter um 1730 in Augsburg.

Indien - Seutter, George Matthäus - Imperii Magni Mogolis sive Indici...

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