Floridae Americae Provinciae Recens & exactissima descriptio Auctore Iacobo le Moyne...

Theodor de Bry (*1528 - 1598)
Le Moyne's Landkarte von Florida. Gedruckt bei Theodor de Bry im Jahre 1591 in Frankfurt.

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Artikel-Nr. 12743

16 500,00 €

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Beschreibung

Eine der wichtigsten frühen Karten von Florida und dem Südosten der Vereinigten Staaten.

Sehr schönes Exemplar der De Bry Karte von Florida. Basierend auf der Karte von Jacques le Moyne, die er anfertigte, nachdem er den Hugenotten Laudonniere auf seiner zweiten Florida-Expedition 1564 begleitete. Aus dem zweiten Band der Großen Reisen, auch Die West-Indischen Reisen von Theodor de Bry, gedruckt 1591 in Frankfurt. Die Karte von Le Moyne zeigt die Halbinsel Florida mit den umliegenden Regionen und den nördlichen Teil Kubas.

Philip D. Burden in The Mapping of North America über diese Karte (#79):

Le Moyne erreichte England, wo er Aufzeichnungen wohl aus seinem Gedächtnis erstellte. Er verbrachte den Rest seines Lebens in London. De Bry reiste um 1587 dorthin und versuchte vergeblich, diese Zeichnungen zu erwerben. Im darauf folgenden Jahr starb le Moyne jedoch und er kaufte sie von seiner Witwe. Die Manuskriptkarte (falls es eine gab) ist nicht erhalten geblieben. Es existiert lediglich ein Aquarell, das sich in der New York Public Library befindet.

Trotz der Tatsache, dass diese Karte nicht sehr genau war, war ihr Einfluss beträchtlich. Das liegt vor allem daran, dass Hondius sie für seine Karte des Gebiets im Jahr 1606 verwendete, der Atlas, in dem sie erschien, war der von Mercator, und sein Ruhm reichte aus, um ihre Autorität bis Blaeus Virginiae partis australis, ca. 1638, zu verlängern. In der geografischen Breite war sie ziemlich genau, aber wie immer waren die Längengrade falsch. Dies führte dazu, dass die Küstenlinie weit nach Osten verschoben war. Die meisten Informationen auf der Karte stammen aus indianischen und nicht aus französischen Quellen. Ein Großteil der Nomenklatur überlebte die Ankunft der Engländer nicht, mit den offensichtlichen Ausnahmen von Port Royal und Prom. Canaueral. Die späteren Kolonien von Carolina wurden nach König Karl II. von England benannt, seine Anwesenheit hier war rein zufällig. Es sind mehrere Seen abgebildet, darunter auch ein See, von dem man annimmt, dass er das Meer von Verrazzano darstellt, eine zweifelhafte Route nach Asien. Da jedoch in der Nähe ein großer Wasserfall zu sehen ist, von dem viele glauben, er stelle die indianischen Erzählungen über die Niagarafälle dar, könnte es sich in Wirklichkeit um die Großen Seen handeln.

W. P. Cumming in The Southeast in Early Maps (#14):

Die Karte enthält viele auffällige, häufig fehlerhafte Details, die über 150 Jahre lang in andere Karten eingearbeitet wurden. Le Moyne hatte das Pech, dass viele seiner Fehler in Mercators Karte von 1606 übernommen und sogar noch übertrieben wurden, auf der ein halbes Jahrhundert lang ein Großteil der nachfolgenden Kartografie der Region basierte.... Entlang der Küste finden sich lateinische Namen für Flüsse und Buchten wie Gironda, Garumna und Charenta sowie einige der früheren spanischen Namen. Es wurde mehrfach versucht, die Flüsse zu identifizieren, aber es ist zweifelhaft, ob Le Moyne selbst die Anzahl der Flüsse entlang der Küste genau kannte. Die Namen wurden auf der ersten Reise unter Ribaut vergeben, der in seinem Bericht einige Hinweise auf ihre Breite und ihr Aussehen gab.

Die Karte ist im zweiten Band der Großen Reisen von de Bry erschienen. Betitelt ist die deutsche Ausgabe von 1591 Der ander Theyl, der Newlich erfundenen Landtschafft Americae., eine weitere deutsche Ausgabe erschienen 1603. Die lateinische Ausgabe erschien zusammen mit der deuschen Erstausgabe 1591 unter dem Titel Brevis narratio eorum quae in Florida Americae provincia Gallis acciderunt.

Details

KartographTheodor de Bry
TitelFloridae Americae Provinciae Recens & exactissima descriptio Auctore Iacobo le Moyne...
Verlag, JahrTheodor de Bry, Frankfurt, 1591
Bildgröße36.7 x 45.4 cm
Blattgröße38.5 x 46.5 cm
ReferenzBurden, P.D.: The Mapping of North America No. 79; Cumming, W.P.: The Southeast in Early Maps, No. 14.

Erhaltung

Oberer und unterer Rand bis an die Einfassungslinie beschnitten und angerändert, zwei kleine Wurmlöcher rechts der Bugfalte hinterlegt, minimal fleckig. Ohne jegliche Ergänzungen oder Nachzeichnungen. Guter, kräftiger Abdruck. Sehr gutes Exemplar mit schönem Kolorit, noch nie gerahmt.

Kartograph

Theodor de Bry war ein flämischer Verleger und Kupferstecher, geboren 1528 in Lüttich. 1578 zog er mit seiner Familie nach Frankfurt am Main, wo er ein Kupferstich- und Verlagsunternehmen gründete.

In den Jahren 1586 und 1588 hielt er sich in London auf, wo er mit dem Geographen Richard Hakluyt zusammen arbeitete und Berichte und Illustrationen europäischer Forschungsexpeditionen sammelte. Nach seiner Rückkehr 1589 begann T. de Bry mit seinen Söhnen Johann Theodor und Johann Israel die beiden bedeutendsten Reiseberichtsammlungen der Renaissancezeit zu publizieren. Zwischen 1590 und 1634 gaben sie unter dem Titel Amerika und die Neue Welt und India orientalis ein 27 Bände umfassendes Werk heraus, welches die wichtigsten Reisebeschreibungen des 16. Jahrhunderts enthält. Ausgestattet mit großformatigen Kupfertafeln und erläuternden Text, erstand ein Werk das bis heute dokumentiert, wie die Länder Amerika, Afrika und Asien und ihre Bewohner zur Zeit der Entdecker aussahen und wie die Europäer sie sahen.

Theodor de Bry konnte nur sechs Teile seines Gesamtwerkes herausgeben. Nach seinem Tod setzten seine Söhne und anschließend Johann Theodors Schwiegersohn Matthäus Merian das Werk bis 1634 fort.

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Theodor de Bry: Floridae Americae Provinciae Recens & exactissima descriptio Auctore Iacobo le Moyne....
Le Moyne's Landkarte von Florida. Gedruckt bei Theodor de Bry im Jahre 1591 in Frankfurt.

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